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Filmformate (Fortsetzung) Wie der Kinofilm, anfangs noch als leicht entzündlicher Nitrofilm, heute auf nicht brennbarem Material (Acetat oder Polyester),  haben viele Filmamateure nach kurzer 35 mm - Zeit mit dem kostengünstigeren 16 mm, später dann mit dem noch schmaleren 8  mm Film gearbeitet. Zunächst kam Doppel 8, auch Normal 8 genannt, auf den Markt. Es war nichts anderes als der gute alte 16  mm Film, in einer Länge von 7,5 m konfektioniert, der nach dem ersten Durchlauf gewendet wurde und ein zweites Mal durch die  Kamera lief, in der Entwicklungsanstalt getrennt und dann als 2 x 7,5 m Streifen zu einem 15 m langen Film zusammengeklebt  wurde. Das Verhältnis zwischen nutzbarer Bildfläche und Perforation (die vom 16 mm Film übernommen wurde) war jedoch  ungünstig, so dass 1965 der Super 8 Film auf den Markt kam. Hier wurde die Perforation kleiner und die Nutzfläche größer.  Befürchtete Schäden an der Perforation aufgrund der extremen Verkleinerung haben sich in der Praxis nicht bestätigt. Fuji entwickelte zur selben Zeit den Single 8 Film, bei dem die 8 mm breiten Filmspulen nicht nebeneinander, sondern  übereinander angeordnet waren. Der Vorteil gegenüber Super 8 mit identischen Abmessungen des Filmes war im wesentlichen,  dass die Andruckplatte, die den Film stabil am Bildfenster der Kamera hält, nicht als relativ instabiles Plastikteil in der  Filmkassette, sondern wie bei Doppel 8 Bestandteil der Kamera und aus Metall gefertigt war. Außerdem war es technisch kein  Problem, den Film zurückzuspulen, um ihn für Tricks partiell noch einmal zu belichten. Selbst Rückwärtsfilmen war möglich.  Trotzdem konnte sich Fuji gegenüber Kodak nicht durchsetzen. Ich habe noch heute die legendäre Fujica ZC 1000 mit  Wechseloptik (5,5 mm Weitwinkel ! ), mit der dies alles wunderbar gelang. Auch Single 8 Filme habe ich noch. Nur entwickelt mir  diese niemand mehr. Der aus Frankreich stammende 9,5 mm Film mit Perforation in der Mitte zwischen den Filmbildern hat sich nicht durchsetzen  können, obwohl die Idee bestechend war und die nutzbare Bildfläche dem 16 mm Film schon sehr nahe kam. Soweit ich weiß, hat nur die französische Firma Pathé entsprechende Geräte gebaut.  Heute verlieren diese Überlegungen jedoch immer mehr an Bedeutung, weil sich auch die Filmamateure den neuen  elektronischen Medien zuwenden, zumal Video die anfangs gegenüber dem Schmalfilm vorhandenen eklatanten Nachteile im  Laufe der Jahre mehr und mehr abgelegt hat. 
Rüdiger Teich, Mühlenstraße 6, D-23611 Bad Schwartau, Telefon/Fax/AB: +49 (0) 451 21773, E-Mail: bdfa.teich@arcor.de
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