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Filmformate
Die wichtigsten Filmformate Gegen Ende des 19. Jahrhunderts, als die Bilder laufen lernten, begann alles mit dem 35 mm breiten Film. Das Einzelbild hatte  die selben Abmessungen wie der viele Jahre - auch heute noch - benutzte Negativfilm oder auch der Umkehrfilm / DIA-Film in der  Fotografie. Das Seitenverhältnis war zunächst 4:3. Bald darauf kam der Breitwandfilm, wobei man sich eines Tricks bediente.  Aufnahmematerial war ebenfalls der 35 mm Film. Das Bild wurde mittels spezieller Optik horizontal gestaucht und bei der  Projektion mit der gleichen Optik (Anamorphot) wieder entzerrt. Der technische Aufwand war also kaum höher als beim  klassischen 4:3 Format. Inzwischen hat sich der Breitwandfilm mit seinen verschiedenen Seitenverhältnissen (1,85:1, 2,25:1,  2,35:1, 2,55:1 und andere) durchgesetzt. Auch bei den Amateuren gab es vergleichbare Versuche. Mittlerweile wird der Film mehr  und mehr durch die elektronischen Medien verdrängt. Die digitale Revolution wird früher oder später auch Eingang in unsere  Kinos finden. Dann gibt es die Projektoren heutiger Prägung nicht mehr. Kinos werden die Filme über das Internet oder per  Satellit empfangen und vorführen.  Auf die vielen anderen Formate wie Super 16, Super 35, Cinemascope, Cinerama, Panavision Super 70, Todd-AO und wie sie  alle heißen, will ich an dieser Stelle nicht weiter eingehen. Sie haben sich - auch aus Kostengründen - oftmals nicht durchgesetzt. Ein bemerkenswerter Versuch war der Ende der 50er Jahre entstandene Film „Windjammer“ mit drei nebeneinander platzierten  und synchronisierten 35 mm Kameras (Cinemiracle). Der Film hat mich seinerzeit fasziniert, auch wenn die senkrechten  Schnittkanten zwischen den drei Filmstreifen deutlich zu sehen waren. Bei der Wiedergabe brauchte man nämlich drei  Projektoren, die drei 35 mm Filme nebeneinander und synchron auf die Leinwand brachten. Und wenn nur die Projektionslampen  unterschiedlich alt bzw. unterschiedlich hell waren, dann sah man eben diese Kanten. Der Aufwand war also hoch. Nur wenige  Lichtspielhäuser investierten in diese Technik. Der Film (Titelsong: Kari waits for me) bekam unfreiwillig eine historische  Bedeutung, weil die „Hauptdarstellerin“, das Segelschulschiff „Christian Radich“, auf der Reise von Oslo nach New York  während der Dreharbeiten auf das deutsche Segelschiff „Pamir“ traf, das 1957 in einem Sturm unterging. Der Film enthält die  letzten bewegten Aufnahmen von der „Pamir“. Das Schwesterschiff „Passat“ wurde daraufhin stillgelegt und liegt jetzt in Lübeck-  Travemünde vor Anker. Man kann es für Veranstaltungen mieten, aber es fährt nicht mehr zur See.  Inzwischen setzt man auf 3D, ein im Grunde uraltes Verfahren, das ich schon seit Jahrzehnten kenne. Die ersten Versuche  verschwanden dann auch recht schnell wieder vom Markt. Nun hat man es wieder ausgegraben, weiterentwickelt und die Qualität  spürbar verbessert. Man braucht eben immer wieder neue Anreize, um das Kinopublikum bei der Stange zu halten. 
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