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Filmtransfer
Schmalfilm auf Video oder DVD Wie bekomme ich meine alten Schmalfilme auf „moderne“ Datenträger? Schließlich möchte ich nicht ständig eine Leinwand oder alternativ ein Bettlaken aufhängen, den Filmprojektor aus dem Keller oder vom Dachboden holen, um dann festzustellen, dass die Projektionslampe den Geist aufgegeben hat. Mein Fotohändler hat so etwas nicht vorrätig. Und außerdem ist gerade Wochende... Wie schön und bequem wäre es dann, wenn man seinen Besuch vor dem Flachbildschirm platzieren könnte, eine Flasche Bier im Arm und voller gespannter Erwartung auf ein schönes Filmerlebnis. DVD in den Player, und los geht’s. Manch einer ist versucht, sich irgendwann zu überwinden, Projektor und Videokamera aufzubauen, exakt auszurichten und dann einfach  abzufilmen, bis alle alten Filme im Kasten sind. Kasten heißt natürlich, ich muss eine dafür geeignete Kamera haben, die ein ordentliches Speichermedium hat oder aufnehmen kann, zum Beispiel eine Videokassette, vorzugsweise Mini-DV, oder eine Chipkarte. Die Hürden  gehen aber noch weiter. Es sind deren viele. In einer Fachzeitschrift las ich kürzlich, was man alles an Geräten und Einrichtungen braucht, um ein einigermaßen akzeptables Ergebnis zu erzielen. Ich habe das Heft wieder beiseite gelegt. Die entscheidenden Hürden: Das Format 16:9 kommt eher nicht in Frage, denn Ihr Film hat sicher ein anderes Seitenverhältnis. Aber auch 4:3 entspricht nicht  exakt dem Schmalfilmformat. Ein genaues Abbild, das dem Original entspricht, ist also gar nicht möglich. Die Bildfrequenz liegt beim Doppel-8-Film, auch Normal-8 genannt, bei 16 2/3 Bildern pro Sekunde, beim Super-8-Film bei 18 B/s.  Beides passt nicht zur Frequenz von 25 B/s (50 Halbbilder) beim Video. Von daher kommt der mit 24 B/s aufgenommene Schmalfilm dem Ideal schon einigermaßen nahe. Aber wer hat früher schon mit 24 B/s gefilmt. Filmmaterial war teuer. Die Folge: Das abgefilmte Material flimmert was das Zeug hält. Ein Projektor mit regelbarem Antriebsmotor könnte diesen Mangel eventuell  etwas abmildern. Bleibt noch die ständige Kontrolle der Bildschärfe, sowohl bei der Kamera als auch beim Projektor. Letztere sollte auch über eine manuelle Einstellung der Blende verfügen, Sonst fängt das Bild auch noch an zu pumpen. Soll ich weitermachen? Ich glaube, lieber nicht. Als Fazit bleibt, einen Fachbetrieb mit dem Filmtransfer zu beauftragen. der über  professionelle Technik verfügt. Gehen Sie im Internet einmal unter dem Stichwort „Filmtransfer“ auf die Suche. Neben der alteingesessenen Firma Berola in Forchheim (sie ist so alt wie mein Doppel-8-Film, den Sie über das obige Menü unter „Filme“ erreichen) gibt es eine ganze Reihe von Klein-Unternehmen, die sich mit Filmabtastung beschäftigen. Die Preise beginnen im allgemeinen bei einem Euro pro Minute. Gelegentlich finden Sie  Sonderpreise. Lassen Sie sich ein Angebot unterbreiten. Ich selbst habe kürzlich meine 50 Jahre alten Doppel-8-Filme bei der DVF GmbH abtasten lassen (www.dvf-gmbh.de). Muster der Überspielung über Menü „Filme“. Mein Fazit: Preis=angemessen, Qualität=gut,  Bearbeitungszeit=lang. Service=erstaunlich. So etwas findet man selten. Ich bekam zum Beispiel nach einiger Zeit eine Mail mit Hinweisen auf die Filmqualität des Ursprungsmaterials und ein Angebot, entgegen der ursprünglich in Auftrag gegebenen Qualität eine bessere zu  wählen, die umfangreiche Farbkorrekturen beinhaltet. Das habe ich getan und war mit dem Ergebnis sehr zufrieden. Da warte ich gern. Das Ergebnis sehen Sie hier.
Rüdiger Teich, Mühlenstraße 6, D-23611 Bad Schwartau, Telefon/Fax/AB: +49 (0) 451 21773, E-Mail: bdfa.teich@arcor.de
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