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Musik und Kommentar im Film - 3 Thesen Man kann Musik im Film die Funktion einer bloßen „Untermalung“ zuteilen. Musik im Film kann die optische Wirkung der Bilder unterstreichen oder gar eine dramaturgische Rolle spielen, d. h., sie kann einen Film oder einzelne Szenen interpretieren. Musik im Film kann sogar eine dominierende Rolle übernehmen, kann einen Film hinsichtlich der Aussage unterschiedlich betonen oder die Wirkung der Bilder unter Umständen sogar verändern. Der private Familien- oder Urlaubsfilm wird im allgemeinen nach These 1  vertont. Das heißt, der Filmemacher sucht sich irgendeine musikalische  Geräuschkulisse und unterlegt damit seinen Film, um ihn „ansehnlicher“ zu machen. Hierbei entstehen die meisten Fehler, weil die Musik einfach nicht zu den Bildern passt und die Wirkung umgekehrt wird. Außerdem wichtig:  Vermeiden Sie unbedingt bekannte Musik, die zum Mitsingen animiert oder  Klassiker wie Smetanas „Moldau“. Sie zerstören damit die Wirkung Ihrer  Filme. Verwenden Sie stattdessen weniger bekannte Melodien. Es gibt  Anbieter, die zum Beispiel Musik im Programm haben, die nicht geschützt ist, sogenannte GEMA-freie Titel, dann bekommen Sie auch keine Probleme mit dem Urheberrecht. Solange Sie in den eigenen 4 Wänden bleiben, müssen Sie nichts befürchten. Aber wenn Sie mit Ihren Produktionen in die  Öffentlichkeit gehen, laufen Sie Gefahr, mit dem Urheberrecht zu kollidieren. Ein Anbieter solcher „ungefährlichen“ Musik neben einigen weiteren ist z. B. das Highland-Musikarchiv Die anderen beiden Thesen werden Sie überwiegend bei Spielfilmen oder  auch bei Dokumentationen anwenden. Auch hier, vor allem hier, gilt: Nicht  den gesamten Film mit Musik zuschmieren, sondern gezielt, nur partiell  einsetzen, um die Wirkung der Bilder zu unterstützen oder zu verstärken.  Auch wenn es paradox klingt: Die beste Musik ist die, die man gar nicht  bewusst wahrnimmt. Ich kenne Filme, bei denen ich am Ende gar nicht  spontan sagen konnte, ob sie überhaupt Musik hatten. Doch sie enthielten  Musik, gezielt und unterstützend eingesetzt. Kommentar im Film soll sehr sparsam eingesetzt werden und nicht erzählen, was man im Film ohnehin sieht. Vermeiden Sie Sätze wie „...und hier sehen Sie...“ Sagen Sie stattdessen beispielsweise neutral „Unser Urlaub führte  uns nach Italien...“ und lassen ansonsten die Bilder selbst sprechen.  Vertrauen Sie Ihren Bildern! 
Aus rechtlichen Gründen auf sogenannte GEMA-freie Musik ausweichen. 
Nicht den gesamten Film mit Musik zuschmieren, sondern die Musik gezielt einsetzen. 
Kommentar soll das Bild ergänzen und nicht erzählen, was man im Bild sieht. 
Musik und Text
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