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Alles, was jetzt übrig bleibt, schieben Sie zusammen, indem Sie die einzelnen Schnipsel mit der Maus (linke Taste) anfassen und an die  gewünschte Position auf der Timeline verschieben. Nun haben wir schon einmal eine Rohfassung. Die können Sie einmal in Echtzeit  anschauen und werden vielleicht noch das eine oder andere Korrekturbedürfnis feststellen. Keine Angst. Wenn Sie nicht auf irgendeinen  gefährlichen Knopf gedrückt haben, ist sämtliches Bildmaterial noch vorhanden. Das heißt, Sie können die einzelnen Szenen umstellen und auch wieder verlängern, wenn sie zu kurz geraten sein sollten. Jetzt fügen Sie noch einen Titel an, der sinnvollerweise am Anfang stehen  sollte. Dort aber befinden sich Ihre ersten Szenen. Um nicht jede Szene einzeln verschieben zu müssen, was bei umfangreichen Projekten ziemlich mühsam wäre, befindet sich links neben der „Rasierklinge“ das Symbol mit dem nach links oben gerichteten Pfeil, mit dem Sie das ändern können. Ein Klick auf das kleine Dreieck links von der „Rasierklinge“ öffnet ein Untermenü, in dem Sie zwischen „Intelligent“, „Objekt“ und anderem wählen können. Voreingestellt ist „Objekt“. Ändern Sie nach Intelligent. Nun können Sie sämtliche Szenen auf einmal  verschieben. Das funktioniert in beide Richtungen. Auf- und Abblende beim Titel wirkt nicht so abgehackt wie ein harter Schnitt. Die erste  Szene sollte dann folgerichtig mit einer Aufblende beginnen.  Zwischen den einzelnen Szenen können Sie eine Reihe von Effekten anbringen wie Umblättern, Überblendung, verschieben und so weiter. Aber übertreiben Sie nicht. Eine Überblendung zum Beispiel ist nur  dann wirklich sinnvoll, wenn Sie Zeit und/oder Raum überbrücken  müssen. Am Ende des fertigen Filmes steht dann eine normale  Abblende. Oftmals wird der Originalton nicht brauchbar sein (nicht verständliche Dialoge, Windgeräusche). Auch ein bellender Hund, der sich hinter  der Kamera befindet, den man aber nicht im Bild sieht, kann  Verwirrung stiften. Das Schnittprogramm bietet jede Menge Zeilen  untereinander, auf denen Sie einen Ton unterbringen können. In den meisten Fällen wird das ein Kommentar und eine passende Musik sein. Aber auch hier gilt: Weniger kann mehr sein. Also überfrachten Sie den Film nicht mit pausenlosem Kommentar und permanenter  Musikberieselung. Erzählen Sie nicht, was man im Bild ohnehin sieht. Vertrauen Sie Ihren Bildern. Kommentieren Sie sparsam. Vermeiden Sie bekannte Musik zum Mitsingen. Die Musikauswahl ist schwerer als man gemeinhin denkt. Wenn Sie hier nicht so talentiert sind, beraten Sie sich mit Freunden und Bekannten. Aus urheberrechtlichen Gründen bietet sich sogenannte GEMA-freie Musik an. Weitere technische Beschreibungen möchte ich vermeiden, denn Ihr bevorzugtes Programm wird sicher im Detail anders bedient. Wenn die Hilfe-Funktionen eines Programmes gut sind (leider ist es nicht immer so), nutzen Sie diese Möglichkeit, wenn Sie nicht weiterkommen. Den dritten Punkt „Brennen“ haben wir noch nicht besprochen. Hier gilt aber auch das zuvor Gesagte. Die Programme arbeiten zwar alle  ähnlich, unterscheiden sich aber trotzdem im Detail. Lesen Sie die Gebrauchsanweisung (die es leider selten in Papierform gibt), nutzen Sie Internet-Foren, fragen Sie andere Nutzer. Manche Software-Häuser haben auf ihrer Seite auch Video-Tutorials im Angebot. Sie sind zwar  nicht immer sehr umfangreich (das können sie auch gar nicht), vermitteln aber ein Grundwissen. Und das ist oftmals sehr hilfreich. Noch  einmal ein paar ganz einfache Grundregeln: Kurze Szenen (maximal 6 Sekunden; Ausnahmen bestätigen die Regel), sparsamer Kommentar, nicht erzählen, was man im Bild sieht,  passende Musik, wenn überhaupt notwendig, Verzicht auf allzu viele Effekte, auch wenn es in den Fingern juckt.
Rüdiger Teich, Mühlenstraße 6, D-23611 Bad Schwartau, Telefon/Fax/AB: +49 (0) 451 21773, E-Mail: bdfa.teich@arcor.de
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